Die Marke Thonet – Archiv Durch das »Thonet-Archiv« werden die Inhalte des Archivs vor Ort digital zugänglich. 1.300 Objekte sind somit aus der Entfernung einzusehen und anschließend für spezielle Anwendungen anzufragen. Dies unterstützt Museen oder Forscher bei der Sichtung von potenziellen Exponaten oder Forschungsgegenständen.

Designforschung, Anlegen der Datenbank, Struktur und Konzept zur Nutzung des digitalen Archivs
April 2019, in Zusammenarbeit mit Marius Lenzing (Programmierung)

»Muss man nicht damit beginnen, das Archiv von dem zu unterscheiden, worauf es allzu häufig reduziert wird, namentlich die Erfahrung des Gedächtnisses und die Rückkehr zum Ursprung, aber auch das Archaische und das Archäologische, die Erinnerung oder die Ausgrabung, kurz, die Suche nach der verlorenen Zeit?« (»Dem Archiv verschrieben«, Jacques Derrida, 1997, Brinkmann+Bose Verlag, S.2)

Die Vergangenheit zu archivieren und in den genauen Einzelheiten zu konservieren ist ein großer Unterschied zu Erinnerungen und dem Gedächtnis. Das Gedächtnis funktioniert nicht wie eines unserer Medien zur Speicherung von Daten. Es verändert, vergisst, verdrängt, unterdrückt, verschönert oder ergänzt die Wahrheit. Erinnerungen sind selten Abbildungen von genauen Ereignissen. Man will mit dem Archiv ein anderes Zeitzeugnis als die Erinnerung festhalten. Es soll Ereignisse und Begebenheiten unverfälscht, genau aufzeichnen und für die Zukunft speichern.